Daytrading – Ein Überblick

9. März 2013

Aufgrund meines letzten, eher bescheidenen DAX-Knockouts habe ich mich nun entschlossen, endlich mal ein paar Stunden hinzusetzen und mich über das Daytrading näher zu informieren. Dabei hab ich schon mitbekommen, dass man hierbei die Positionen meist nur täglich hält und es so, wie ich es bisher mit meinen Knockouts getan hab, nicht als Daytrading bezeichnen kann. Nunja, ich möchte euch aber nun auch an meiner Zusammenfassung teilhaben lassen.

Was ist Daytrading überhaupt?
Beim Daytrading handelt sich um den Wertpapierhandel innerhalb eines Tages – was ja der Name natürlich schon sagt 🙂 Innerhalb des gleichen Handelstages werden Positionen geöffnet und geschlossen. Das Ziel ist es, auch die kleinsten Kursschwankungen gewinnbringend zu nutzen. Wertpapiere mit denen spekuliert werden, sind etwa Aktien, Devisen, Futures oder Derivate. Das Daytrding versucht, unter der Ausnutzung der kleinsten Kursschwankungen, langfristig und kontinuierlich große Gewinne zu machen. Dabei helfen die schnellen Veränderungen an den Märkten und ein starkes Risikoengagement. Der Handel spielt sich in Minuten und Sekunden ab. An einem Börsentag werden dabei oft mehr als 10 Positionen in Echtzeit aufgebaut, gehalten oder schnell wieder glattstellt. Verluste sind dabei unvermeidlich.

Ein kleine Exkursion über die Entwicklung des Daytradings
Daytrading hat seinen Ursprung im computergestützten Börsenhandel in den siebziger Jahren in den USA. Der nächste Entwicklungsschritt war, dass 1996 in den USA Daytrading für Privatpersonen erlaubt wurde. 2000 machte das Daytrading der privaten Händler 15 % des täglichen Börsenhandels aus. Die Verlustquote lag bei 75%. In einem Zeitraum von acht Monaten belief sich der durchschnittliche Gewinn auf circa 22 000 Dollar.

Die rechtliche Situation in Deutschland
Mit den Gesetzesänderungen vom November 2007 im Wertpapierrecht wurden Derivate um sog. finanzielle Differenzgeschäfte erweitert. Damit werden auch taggleiche Geschäfte erfasst. Dadurch unterliegt das Daytrading auch den Schutzmechanismen für Finanztermingeschäfte. Weiter gelten die gleichen Schadensregelungen wie auch für andere Termingeschäfte.

Aufklärungspflichten
Das Wertpapierhandelsgesetz bestimmt in den Paragraphen 31 und 32, dass Finanzdienstleister Kunden über die Risiken im Daytrading aufklären müssen. Weiter sind sie verpflichtet, sicherzustellen, dass der Kunden auch über die notwendigen Kenntnisse verfügt. Tja, daher muss man auch immer, wenn man ein (Online-)Depot eröffnet die entsprechenden Sicherheitsklassen extra auswählen und dafür unterschreiben. Wie ihr ja wisst, musste ich das bei meinem Flatex-Konto nachträglich machen.

Mögliche Risiken
Das Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren an einem Tag führt, wegen den geringen Wertschwankungen dazu, dass größere Beträge zum Einsatz kommen. Um hier Mitmachen zu können, muss das Geschäft mit Krediten finanziert werden oder es muss gehebelt werden – wie eben bei CFDs – wobei man ja mit der Margin dort handelt. Das erhöht entsprechend die Verlustgefahren. Technische und menschliche Reaktionszeit sind darüber hinaus ein weiteres Risiko.

Fazit
Mein nächster Schritt wird nun sein, mehr über CFDs zu lernen und die erforderlichen 1.000 Euro Margin, um das Konto freizuschalten, zu sparen. Ich denke, dass hierbei mehr rum kommt, als mit meinen DAX-Knockouts.

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Steffen Hatko Januar 12, 2014 um 20:02

Das Daytrading lernen erscheint für viele eine aussichtsreiche Möglichkeit zu sein, schnell viel Geld an der Börse zu verdienen. Dennoch ist es wichtig das man erst das traden lernen muss bevor man anfängt mit seinem Kapital zu handeln.
Ich empfehle immer erst mal ein Demokonto bei einem Online-Broker zu eröffnen. Dann kann man einfach mal austesten wie das Daytrading funktioniert. Parallel dazu sollten sollten auf jeden Fall Trader Seminare besucht werden um den Wissensstand zu erlangen, den auch die erfolgreichen Trader natürlich haben. Perfekt eignen sich auch Online Trader-Webinare um das Day trading von Anfang an zu lernen.
Erst danach sollte mit dem eigentlichen Handel bzw. Trading mit dem eigenen Kapital begonnen werden.

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Alfred Kiel Mai 1, 2014 um 09:18

Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Die Königsdisziplin des Tradens ist sicherlich das Daytrading. Die meisten privaten Investoren schaffen es nicht an der Börse erfolgreich zu sein und nur die wenigsten werden zu erfolgreichen Daytrader. Als erfolgreicher Daytrader kann man sehr viel Geld verdienen. Jedoch darf man hierbei das Risiko nicht vergessen. Nur ein minimaler Prozentanteil schafft es erfolgreich zu werden, da die meisten die Anforderungen / Voraussetzungen einfach nicht mitbringen. Die größte Hürde ist hierbei sicherlich die eigene psychologische Einstellung – Angst und Gier können sehr schnell die Tradingpsychologie beeinflussen. Disziplin und Geldmanagement werden schnell über den Haufen geworfen, wodurch das Scheitern an der Börse bereits vorprogrammiert ist! Daytrader besitzen / verifizieren eigene Handelsstrategien. Aufgrund der kurzfristigen Auslegung wird hierbei gerne auf Hebelprodukten zurückgegriffen. Mit diesem Einsatz steigt zudem das eingegangene Risiko. Dadurch wirken sich die Fehler von Investoren bei den Daytradingstrategien noch stärker aus!

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